Mittwoch, 26.4. 2017 18.30 Uhr Dr. Elke Scherstjanoi „Christa Wolf und die Sowjetunion. Biografische Miniaturen“

„Aus Moskau habe ich verstärkt das Gefühl mitgebracht, als wichtigstes Erlebnis, dass das Leben drei Dimensionen hat: lang, breit und tief“, schrieb Christa Wolf 1959 in einem Brief an einen befreundeten russischen Germanisten-Kollegen in Moskau. Sie hielt sich von 1957 bis 1989 zehnmal in der Sowjetunion auf. Mit einigen sowjetischen Schriftstellern und Wissenschaftlern unterhielt sie intensive freundschaftliche Beziehungen, betrieb sie einen zunehmend inhaltsschweren Meinungsaustausch über schriftstellerisches Suchen und politisches Engagement. Was haben diese Kontakte ihr als Sozialistin gegeben? Neue Quelleneditionen geben darüber Auskunft.“

Privatdozentin Dr. Elke Scherstjanoi ist Zeithistorikerin. Von 1975  bis 1980 studierte sie Geschichte an der Universtät in Krasnodar (UdSSR). 1980 bis 1991 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Geschichte der AdW der DDR, promovierte sie dort 1987. 2010 erfolgte die Habilitation an der TU Chemnitz. Seit 1994 arbeitet sie am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, sie lehrte und lehrt seit 1992 in Berlin und Chemnitz sowie an russischen Universitäten (Woronesh und Archangelsk).Forschungsschwerpunkte sind die politische Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR, der deutsch-sowjetischen staatlichen Beziehungen seit 1945 und deutsch-sowjetischer Nachkriegsbegegnungen, die Geschichte der sowjetische Kriegsfeldpost, der deutschen Kriegsgefangenschaft in der UdSSR, Gedenkpolitik und Oral History. Aktuelle Forschungen betreffen den Besatzeralltag in der Sowjetischen Besatzungszone 1945-1949.

                                              

Eintritt: 5 Euro, erm. 4 Euro

 

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